10.12.2015

Auditjahr 2016 - Besonderheiten Darmkrebszentren

 

Für das Auditjahr 2016 gibt es für die Darmkrebszentren einige Besonderheiten, die zu beachten sind.

 

Primärfallbewertung Rektum

Zum 02.11.2015 wurde die seit dem 06.05.2015 bestehende Regelung für die „Primärfallbewertung Rektum“ modifiziert: Die Unterschreitung der Primärfallzahl Rektumkarzinome kann demnach max. 10% bzw. 18 Primärfälle betragen (vormals: 15%). Diese Modifikation ist ab dem 01.01.2016 gültig, vorbehaltlich der Zustimmung der Zertifizierungskommission am 17.03.16. Nähere Informationen sind der „Bewertungsrichtlinie Primärfälle“ zu entnehmen.

 

Verbindlichkeit OncoBox Darm

Die OncoBox Darm stellt im Auditjahr 2016 eine verbindliche Anforderung dar. Demnach haben alle Darmkrebszentren, die über ein Tumordokumentationssystem mit einer verifizierten XML-OncoBox-Anbindung verfügen, die Datendarlegung in der Excel-Vorlage über die XML-OncoBox zu generieren. Die Tumordokumentationssysteme, die über eine verifizierte OncoBox-Anbindung verfügen, sind unter http://www.xml-oncobox.de/de/Home/VerifizierteSysteme aufgeführt. Für Darmkrebszentren ohne verifizierte OncoBox-Anbindung bzw. mit Nutzung von Mehrfachsystemen gelten folgende Sonderregelungen.

 

a) Tumordokumentationssystem ohne verifizierte XML-OncoBox-Anbindung

Kann ein Darmkrebszentrum die Zertifizierungsdaten nicht über die XML-OncoBox in dem geforderten Umfang generieren, dann hat das Zentrum die Gründe hierfür darzulegen und ein Lösungs-Konzept (Aktionsplan) aufzustellen, wie eine Nutzung der OncoBox kurzfristig erreicht werden kann. Sind mehrere Zentren von denselben Rahmenbedingungen betroffen (z.B. 1 Tumordokusystem wird von mehreren Zentren genutzt), dann kann das Lösungs-Konzept auch für mehrere Zentren identisch sein. Das Lösungskonzept ist von dem Darmkrebszentrum im Vorfeld des Audits zusammen mit dem Erhebungsbogen bei OnkoZert einzureichen. Die eigentliche Bewertung findet dann bei dem Audit vor Ort statt. Das Verfahren REDZYK (= Reduzierter Auditzyklus) ist für diese Zentren nicht möglich.

 

b) Nutzung von Mehrfachsystemen

Eine Voraussetzung für die funktionsfähige Nutzung der XML-OncoBox ist, dass die relevanten Daten in 1er zentralen Datenbank hinterlegt sind. Ist dies nicht der Fall, dann ist eine funktionsfähige Anbindung der OncoBox nicht gegeben und es ist ein Lösungskonzept wie oben beschrieben, zu erstellen. Die im 1. Halbjahr 2016 dargestellten Lösungskonzepte werden Mitte des Jahres zentral ausgewertet. Auf Grundlage dieser Auswertung werden dann die konkreten Vorgaben für das Auditjahr 2017 festgelegt. Allgemeines Ziel ist es, dass 2017 alle Darmkrebszentren die XML-OncoBox anwenden.

 

StudyBox Darm

Die StudyBox wurde 2015 im Rahmen der Pilotierung auf freiwilliger Basis angewendet. Aufgrund der Ergebnisse aus dem Pilotverfahren wurde folgendes Prozedere festgelegt:

 

Ab dem Auditjahr 2017 ist die verbindliche Nutzung der StudyBox vorgesehen. Dies bedeutet, dass in den Audits in 2017 nur akkreditierte Studien für die Studienquote anrechenbar sind. Somit können ab dem 01.01.2016 nur noch in akkreditierungswürdige Studien eingeschlossene Patienten für die Studienquote des Auditjahres 2017 zählen. Eine Anrechnung ist auch möglich, wenn die Akkreditierung nach Rekrutierung des/r Patienten erfolgt.

Für das Auditjahr 2016 ist die StudyBox somit weiterhin freiwillig. Dennoch werden Zentren und Studienleiter bereits jetzt auf die Verbindlichkeit im Auditjahr 2017 hingewiesen.

 

Einreichungsfristen Erhebungsbögen und Kennzahlendarlegung

Die Einreichungsfrist wird für alle Audits von 2 Wochen auf 4 Wochen erweitert. Hintergrund sind u.a. der eingeführte Auditcheck im Vorfeld des Audits und der Wunsch der Zentren, die dort gemachten Hinweise noch bearbeiten zu können. Diese Regelung hat organübergreifend bzw. für alle Zertifizierungssysteme Gültigkeit.