20.12.2016

 

Auditjahr 2017 - Besonderheiten Prostatakrebszentren

 

Für das Auditjahr 2017 gibt es für die Prostatakrebszentren einige Besonderheiten, die zu beachten sind.

 

Verbindlichkeit OncoBox Prostata

 

Die OncoBox Prostata stellt im Auditjahr 2017 eine verbindliche Anforderung dar. Demnach haben alle Prostatakrebszentren, die über ein Tumordokumentationssystem mit einer verifizierten OncoBox-Anbindung verfügen, die Datendarlegung in der Excel-Vorlage über die OncoBox zu generieren. Die Tumordokumentationssysteme, die über eine verifizierte OncoBox-Anbindung verfügen, sind unter http://www.xml-oncobox.de/de/Home/VerifizierteSysteme aufgeführt. Für Prostatakrebszentren ohne verifizierte OncoBox-Anbindung bzw. mit Nutzung von Mehrfachsystemen gelten folgende Sonderregelungen.

 

a) Tumordokumentationssystem ohne verifizierte OncoBox-Anbindung

Kann ein Prostatakrebszentrum die Zertifizierungsdaten nicht über die OncoBox in dem geforderten Umfang generieren, dann hat das Zentrum die Gründe hierfür darzulegen und ein Lösungs-Konzept (Aktionsplan) aufzustellen, wie eine Nutzung der OncoBox kurzfristig erreicht werden kann. Sind mehrere Zentren von denselben Rahmenbedingungen betroffen (z.B. 1 Tumordokusystem wird von mehreren Zentren genutzt), dann kann das Lösungskonzept auch für mehrere Zentren identisch sein. Das Lösungskonzept ist von dem Prostatakrebszentrum im Vorfeld des Audits zusammen mit dem Erhebungsbogen bei OnkoZert einzureichen. Die eigentliche Bewertung findet dann bei dem Audit vor Ort statt.

 

b) Nutzung von Mehrfachsystemen

Eine Voraussetzung für die funktionsfähige Nutzung der OncoBox ist, dass die relevanten Daten in einer zentralen Datenbank hinterlegt sind. Ist dies nicht der Fall, dann ist eine funktionsfähige Anbindung der OncoBox nicht gegeben und es ist ein Lösungskonzept wie oben beschrieben, zu erstellen.

 

Die im 1. Halbjahr 2017 dargestellten Lösungskonzepte werden Mitte des Jahres zentral ausgewertet. Auf Grundlage dieser Auswertung werden dann die konkreten Vorgaben für das Auditjahr 2018 festgelegt. Allgemeines Ziel ist es, dass 2018 alle Prostatakrebszentren die OncoBox anwenden.

 

PCO-Studie (Prostate Cancer Outcome)

 

Seit Anfang Juli 2016 nehmen ca. 20 DKG zertifizierte Prostatakrebszentren an der PCO-Studie teil. Die PCO-Studie ist mit dem DKG-Zertifizierungssystem abgestimmt, so dass sich grundsätzlich keine Doppeldokumentationen ergeben. Aufgrund des Ethikvotums können die PCO-Studienpatienten in der Studienquote angerechnet werden.

 

Neben der Nutzung der OncoBox Prostata erfolgt eine strukturierte prä- und posttherapeutische Patientenbefragung, basierend auf Fragebogen EPIC-26 (+Zusatzfragen). Für Prostatakrebszentren, die an der PCO-Studie teilnehmen, ist die Bearbeitung der bisherigen Excel-Tabellenblätter zur DKG-Patientenbefragung (ICIQ, IIEF) nicht mehr relevant. Die Besonderheiten für die Auditdurchführung bei Prostatakrebszentren, die an der PCO-Studie teilnehmen, sind individuell im Auditcheck hinterlegt.

 

https://www.pco-study.com

 

Patientenbefragung Auditjahr 2017

 

Durch die PCO-Studie bestehen momentan 2 unterschiedliche Patienten-Befragungssysteme. Für aktuell zertifizierte DKG-Zentren besteht eine Wahlfreiheit in der Nutzung. Bei Erstzertifizierungen ist der EPIC-Fragebogen, wie er in der PCO-Studie integriert ist, anzuwenden. Dies kann innerhalb oder unabhängig der PCO-Studie erfolgen. Allgemein wird den DKG zertifizierten Zentren empfohlen, auf den EPIC-26 Fragebogen umzustellen. Die Teilnahme an der PCO-Studie steht den DKG zertifizierten Zentren unter bestimmten Voraussetzungen offen (z.B. funktionsfähige Anbindung OncoBox).